Änderungen bei regelmäßig wiederkehrenden Ausgaben

Werbungskosten und Betriebsausgaben sind grundsätzlich in dem Jahr abzugsfähig, in dem sie bezahlt wurden. Mit der Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 27. Juni 2018 ist es nun zusätzlich möglich regelmäßig wiederkehrende Ausgaben – wie z. B. die Umsatzsteuervorauszahlungen – außerhalb der eigentlichen 10-Tages-Regelung geltend zu machen. Dies gilt, sobald das Ende der Frist auf einen gesetzlichen Feiertag oder auf einen Samstag oder Sonntag fällt. Damit verschiebt sich das Ende der Frist auf den darauffolgenden Werktages.

Laut Finanzverwaltung müssen die Umsatzsteuervorzahlungen exakt im Zeitraum der 10 Tage fällig und geleistet worden sein. Erst dann dürfen sie im dem Jahr abgezogen werden, zu dem sie wirtschaftlich gehören.

Die Frist darf jedoch nicht verlängert werden, da es sich hierbei um eine Zufluss- und Abflussfiktion handelt. Wie die Finanzverwaltung auf das Urteil des Bundesgerichtshofes reagiert, ist noch ungewiss.

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