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private Nutzung von Jobticket, Dienstfahrzeugen und Diensträdern

Zuschüsse zum Jobticket nicht mehr geldwerter Vorteil

Durch die Einführung von Steuerbegünstigungen für Aufwendungen zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel durch Arbeitnehmer auf ihrem Arbeitsweg sind Zuschüsse des Arbeitgebers zum Jobticket seit dem 01.01.2019 nicht mehr als geldwerter Vorteil zu versteuern. Diese Steuerbegünstigung gilt zudem für die private Nutzung der Jobtickets, sowie gleichwohl für Barzuzahlungen, als auch für Sachleistungen; werden jedoch auf die Entfernungspauschale angerechnet.

Vorteil durch Privatnutzung von Dienstfahrzeugen zwischen 01.01.2019 und 31.12.2021 nur noch zur Hälfte besteuert

Die durch das „Gesetz zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften“ bedingten Neuregelungen bewirken, dass der Vorteil, welcher steuerpflichtig Beschäftigten durch die private Nutzung von Dienstfahrzeugen entsteht, im Zeitraum zwischen dem 01.01.2019 und dem 31.12.2021 nur noch zur Hälfte besteuert wird. Diese Regelung wird ausschließlich auf Hybridelektrokraftfahrzeuge angewendet, wenn deren CO²-Emission höchstens 50 Gramm pro gefahrenen Kilometer beträgt oder deren reine elektrische Reichweite wenigtens 40 Kilometer ausmacht. Von dieser Besteuerung sind nur im angegebenen Zeitraum angeschaffte Fahrzeuge betroffen, andernfalls gilt der bisherige Nachteilsausgleich.

Privat genutzte dienstliche Fahrräder und Elektrofahrräder seit 01.01.2019 steuerfrei

Privat genutzte dienstliche Fahrräder und Elektrofahrräder sind seit dem 01.01.2019 steuerfrei, sofern ein eingebauter Motor nicht eine Geschwindigkeit von über 25 km/h ermöglicht.

Änderung der Pauschbeiträge für Verpflegungsmehraufwendungen und Übernachtungskosten

Für Verpflegungsmehraufwendungen und Übernachtungskosten gibt es neue Pauschbeträge. Die neuen Pauschalen gelten ab dem 01. Januar 2019 und beziehen sich auf beruflich und betrieblich veranlasste Auslandsdienstreisen.
Eine ausgiebige Reisekostentabelle können Sie auf der Website des Bundesfinanzministerium einsehen.

Die Pauschbeiträge ändern sich für Länder wie zum Beispiel Italien, Spanien, Polen und Österreich.

Die Pauschbeträge sind nur in Fällen der Arbeitgebererstattung anwendbar. Beim Werbungskosten- und Betriebsausgabenabzug können nur die tatsächlichen Aufwendungen angesetzt werden. Dieses gilt auch für eine im Ausland geführte doppelte Haushaltsführung.

Mehr Kindergeld ab 2019

Neben einer Erhöhung des Mindestlohns, wird auch das Kindergeld erhöht. Ab dem 01.07.2019 wird das Kindergeld um 10€ pro Kind erhöht. Die Bundesregierung möchte so Familien besser berücksichtigen, wenn es um die Bemessung der Einkommensteuer geht. Auch Azubis können sich über die Erhöhung freuen, da sie vom Mindestlohn ausgeschlossen sind und in der Zeit ihrer Ausbildung meistens ein Anrecht auf Kindergeld haben.
Folglich bekommt eine Familie mit der Erhöhung 204€ für das erste und zweite Kind. Für das dritte Kind sind 210€ vorgesehen und 235€ für jedes weitere Kind.
Neben der Kindergelderhöhung sieht das Familienentlastungsgesetz einen höheren Grundfreibetrag bei der Steuer vor. Dabei wird dieser für 2019 auf 9.168€ und für 2020 auf 9.408€ erhöht.
Der steuerliche Kinderfreibetrag erhöht sich ab 2019 je Elternteil auf 2.490€ und im Jahr 2020 auf 2.586€.

Vorteile von Rentenversicherungszahlungen für Minijobber

Auf Antrag ist es Minijobbern möglich sich von der Rentenversicherungspflicht freistellen zu lassen, sodass sie keine weiteren Beiträge mehr zahlen müssen. Hierbei sollte jedoch beachtet werden, dass die Zahlung von Rentenversicherungsbeiträgen auch positive Aspekte hat. Somit ist es empfehlenswert die Argumente genau abzuwägen und eine gewissenhafte Entscheidung zu treffen.

Es gibt die Möglichkeit sich durch den Arbeitgeber von der Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen. Falls der Arbeitnehmer sich von den Zahlungen der Rentenversicherungsbeiträge freistellen lässt, entgehen ihm jedoch auch gewisse Vorteile. Diese Vorteile haben wir nun für Sie aufgelistet:
• Pflichtversicherte haben einen Anspruch auf medizinische oder berufliche Reha-Leistungen, falls diese als medizinisch notwendig befunden werden.
• Pflichtversicherte haben bei einer chronischen Erkrankung oder nach einem Unfall, der zur Erwerbsunfähigkeit führt, einen generellen Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente.
• Der Anspruch auf eine Altersrente fällt bei Pflichtversicherten für gewöhnlich höher aus.
• Falls ein abgeschlossener Riester-Vertrag vorliegt, besteht ein Anspruch auf staatliche Förderung.
• „Aufstocker“ haben gegenüber dem Arbeitgeber das Recht, einen Teil des Verdienstes in eine betriebliche Altersvorsorge umzuwandeln.
• Bei einer lang andauernden stationären Reha-Maßnahme haben Pflichtversicherte einen Anspruch auf Übergangsgeld.

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Präzisierung der Freigrenzen bei Sachbezügen

Zu den sogenannten Sachbezügen zählen alle nicht geldlichen Einnahmen. Zudem spricht man von einem Sachbezug, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer eine bestimmte Sach- oder Dienstleistung ohne eine Gegenleistung gewährt. Für solche Sachbezüge müssen keine Steuern gezahlt werden, solange die erhaltenen Vorteile (inklusive der vom Steuerpflichtigen gezahlten Entgelte) nicht einen Wert von 44 € im Kalendermonat überschreiten.

Der Wert des Sachvorteils, den der Arbeitnehmer erhält, entspricht hierbei dem normalen Endpreis, welcher am Abgabeort verlangt wird. Der Endpreis ist der Preis, der von den Endverbrauchern für das gleiche Produkt im Handel gezahlt wird.

Über die Auswirkungen der Versand- und Handlingkosten auf den Endpreis des Sachbezuges musste letztendlich der Bundesfinanzhof entscheiden. Aus diesem Grund bestimmte er am 6.6.2018, dass bei einer Lieferung der Ware eine weitere Leistung des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer vollbracht wird. Somit muss der entstandene Vorteil mit in die Berechnung des Endpreises einbezogen werden.

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Splittingtarif sorgt für mehr Gleichberechtigung

Durch das Eheöffnungsgesetz wurde die Lebenspartnerschaft in eine Ehe umgewandelt. Die Lebenspartner sind demnach so zu betrachten, als wenn am Tag der Begründung der Lebenspartnerschaft eine Eheschließung stattgefunden hätte.

Diese Umwandlung in eine Ehe stellt, nach dem Urteil vom 31.07.2018 des Finanzgerichts Hamburg, grundsätzlich ein rückwirkendes Ereignis für die Änderung der Einkommensteuerbescheide dar. Jedoch wurde gesetzlich nicht angeordnet, dass diese Gesetzesänderung auch rückwirkend anzuwenden ist.

Ob eine Änderung bereits bestandskräftiger Bescheide somit in Frage kommt, muss nun der Bundesfinanzhof in München entscheiden.

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Mindestlohn-Anhebung 2019 und 2020

Die Mindestlohnkommission entscheidet alle zwei Jahre über die Höhe des Mindestlohns. Arbeitnehmer dürfen sich ab 2019 auf 9,19 Euro statt 8,84 Euro Mindestlohn pro Stunde freuen. Zusätzlich wird es eine weitere Anhebung des Mindestlohns im Jahre 2020 geben. Mit der zukünftigen Anhebung des Mindestlohns verfolgt die Mindestlohnkommission unterschiedliche Ziele im Bereich der Beschäftigung: Die Gewährleistung eines angemessenen Mindestschutzes der Arbeitnehmer und die Bemühung die Beschäftigung nicht zu gefährden.

Bisher galt im Rahmen des Mindestlohngesetzes die Stundenaufzeichnung der Arbeitgeber als Pflicht. Arbeitgeber müssen neben der Dauer auch Beginn und Ende für alle Beschäftigten aufzeichnen. Die Aufzeichnung kann elektronisch, wie zum Beispiel mit Hilfe von Excel oder eines Zeiterfassungssystems, sowie auch in Papierform erfolgen. Dabei ist der Zeitraum der Abgabe der Aufzeichnungen sehr wichtig, denn diese müssen spätestens bis zum Ablauf des siebten auf den Tag der Arbeitsleistung folgenden Kalendertages eingereicht und zwei Jahre aufbewahrt werden. Betroffen hiervon sind viele Arbeitnehmer in zahlreichen Arbeitsfeldern, wie das Schausteller-, Logistik-, Speditions-, Transport-, Gaststätten- und Baugewerbe. Aber auch die Forst- und Fleischwirtschaft.

Die Einhaltung des Mindestlohns für Arbeitnehmer wird vom Zoll stark kontrolliert. Bei Verletzung dieses Gesetzes ist mit einer Geldstrafe von bis zu 500.000 Euro zu rechnen. Auch eine falsche Aufzeichnung der Arbeitszeiten wird bestraft und wird mit einer Geldbuße von bis zu 30.000 Euro geahndet.

Änderungen bei regelmäßig wiederkehrenden Ausgaben

Werbungskosten und Betriebsausgaben sind grundsätzlich in dem Jahr abzugsfähig, in dem sie bezahlt wurden. Mit der Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 27. Juni 2018 ist es nun zusätzlich möglich regelmäßig wiederkehrende Ausgaben – wie z. B. die Umsatzsteuervorauszahlungen – außerhalb der eigentlichen 10-Tages-Regelung geltend zu machen. Dies gilt, sobald das Ende der Frist auf einen gesetzlichen Feiertag oder auf einen Samstag oder Sonntag fällt. Damit verschiebt sich das Ende der Frist auf den darauffolgenden Werktages.

Laut Finanzverwaltung müssen die Umsatzsteuervorzahlungen exakt im Zeitraum der 10 Tage fällig und geleistet worden sein. Erst dann dürfen sie im dem Jahr abgezogen werden, zu dem sie wirtschaftlich gehören.

Die Frist darf jedoch nicht verlängert werden, da es sich hierbei um eine Zufluss- und Abflussfiktion handelt. Wie die Finanzverwaltung auf das Urteil des Bundesgerichtshofes reagiert, ist noch ungewiss.

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Die Bargeldbranche wird nun verstärkt durch Finanzämter kontrolliert

Seit dem 1. Januar 2018 nutzt die Finanzverwaltung die sog. “Kassen-Nachschau”. Hiermit können Finanzbeamte in der Bargeldbranche prüfen, ob die in einem Kassensystem erfassten Daten den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Dies soll zur Unterstützung des fairen Wettbewerbs von Marktteilnehmern beitragen und den Steuerbetrug erschweren.

Eine Prüfung erfolgt grundsätzlich ohne Voranmeldung durch ein bis zwei Beamte. Hierbei werden die gespeicherten Daten und die Programmierungen des Kassensystems eingesehen. Sie können im Zuge dessen für eine spätere Kontrolle von den Prüfern auf einem Datenträger gesichert und mitgenommen werden.

Wichtig: Die Kassen-Nachschau kann auch mit einer unangemeldeten Lohnsteuer-Nachschau gekoppelt werden. Wenn nicht feststeht, ob das betreffende Kassensystem alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt, sollte ein Kassenfachhändler sowie ein Steuerberater zur technischen und rechtlichen Absicherung hinzugezogen werden.

Das Niedersächsische Landesamt für Steuern teilte mit, dass dies zur Wettbewerbsgleichheit beitragen soll. Händler ohne Kassensystem sollen nicht besser gestellt werden, als Unternehmen, die mit einer Registrier- oder PC-Kasse arbeiten. Aus diesem Grund sind auch bei diesen Händlern Kassen-Nachschauen möglich. Eine Prüfung würde sich hierbei zumeist auf eine Kassensturzprüfung (eine Zählung des in der Kasse befindlichen Geldes) sowie die Tageskassenberichte für die Vortage beschränken.

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