Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern

Durchschnittlich verdienen Männer immer noch mehr als Frauen. Mit dem beschlossenen „Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern” der Bundesregierung soll nun mehr Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen stattfinden. Die Lohndifferenz soll beseitigt und die Transparenz von Entgeltregelungen gefördert werden.

Männer und Frauen, die in Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten arbeiten, sollen künftig ein individuelles Auskunftsrecht erhalten, um den eigenen Lohn mit dem der Kollegen und Kolleginnen mit gleicher Tätigkeit vergleichen zu können. Doch der Auskunftsanspruch bezieht sich nicht auf das konkrete Entgelt einzelner Mitarbeiter, sondern auf das durchschnittliche monatliche Bruttoentgelt von Mitarbeitern des anderen Geschlechts mit gleichen oder vergleichbaren Tätigkeiten.

In Unternehmen, die tarifgebunden sind, soll der Auskunftsanspruch in der Regel über die Betriebsräte wahrgenommen werden, wohingegen sich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Betrieben ohne Betriebsrat und ohne Tarifvertrag direkt an den Arbeitgeber wenden können.

Private Arbeitgeber werden dazu aufgefordert, ihre Vergütungsstrukturen zu überprüfen und das Gebot der Entgeltgleichheit entsprechend zu gestalten. Kapitalgesellschaften (also lageberichtspflichtige Unternehmen), die mehr als 500 Beschäftigte haben, müssen nach dem Gesetz regelmäßig über Maßnahmen zur Entgeltgleichheit und Gleichstellung im Unternehmen berichten.

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