Mindestlohn-Anhebung 2019 und 2020

Die Mindestlohnkommission entscheidet alle zwei Jahre über die Höhe des Mindestlohns. Arbeitnehmer dürfen sich ab 2019 auf 9,19 Euro statt 8,84 Euro Mindestlohn pro Stunde freuen. Zusätzlich wird es eine weitere Anhebung des Mindestlohns im Jahre 2020 geben. Mit der zukünftigen Anhebung des Mindestlohns verfolgt die Mindestlohnkommission unterschiedliche Ziele im Bereich der Beschäftigung: Die Gewährleistung eines angemessenen Mindestschutzes der Arbeitnehmer und die Bemühung die Beschäftigung nicht zu gefährden.

Bisher galt im Rahmen des Mindestlohngesetzes die Stundenaufzeichnung der Arbeitgeber als Pflicht. Arbeitgeber müssen neben der Dauer auch Beginn und Ende für alle Beschäftigten aufzeichnen. Die Aufzeichnung kann elektronisch, wie zum Beispiel mit Hilfe von Excel oder eines Zeiterfassungssystems, sowie auch in Papierform erfolgen. Dabei ist der Zeitraum der Abgabe der Aufzeichnungen sehr wichtig, denn diese müssen spätestens bis zum Ablauf des siebten auf den Tag der Arbeitsleistung folgenden Kalendertages eingereicht und zwei Jahre aufbewahrt werden. Betroffen hiervon sind viele Arbeitnehmer in zahlreichen Arbeitsfeldern, wie das Schausteller-, Logistik-, Speditions-, Transport-, Gaststätten- und Baugewerbe. Aber auch die Forst- und Fleischwirtschaft.

Die Einhaltung des Mindestlohns für Arbeitnehmer wird vom Zoll stark kontrolliert. Bei Verletzung dieses Gesetzes ist mit einer Geldstrafe von bis zu 500.000 Euro zu rechnen. Auch eine falsche Aufzeichnung der Arbeitszeiten wird bestraft und wird mit einer Geldbuße von bis zu 30.000 Euro geahndet.