Nützliche Informationen für Fluggäste

Tritt bei einem Flug eine unplanmäßige Zwischenlandung auf, z. B. durch schlechte Wetterverhältnisse, so ist das laut Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 5. 10. 2016 keine Flugannullierung.
Eine unplanmäßige Zwischenlandung ist kein Garant für einen Anspruch auf Ausgleichsleistungen, da es sich nicht um ein Ärgernis für die Fluggäste handelt und ihnen keine großen Unannehmlichkeiten verursacht, wie es bei einer Nichtbeförderung, großen Verspätung oder Annullierung der Fall wäre.

Falls die Zwischenlandung jedoch dazu führt, dass das eigentliche Ankunftsziel mit einer Verspätung von 3 oder mehr Stunden erreicht wird, stehen dem Fluggast Ausgleichsleistungen zu, da dies einem Ärgernis entsprechen würde.

Im Falle einer Annullierung oder Verspätung eines Flugs mit Anschlussflug stehen dem Fluggast Ausgleichszahlungen zu. Nach der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom 7.9.2017, ist für die Berechnung der Höhe der Ausgleichszahlungen nur die Luftlinienentfernung zwischen Start- und Zielflughafen zu berücksichtigen, auch wenn die tatsächlich zurückgelegte Strecke größer ausfällt.
Bei einem Anspruch auf Ausgleichszahlungen sollte man sich an die Fluggesellschaft wenden, bei welcher man den Flug ursprünglich gebucht hat.

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